London Abscape: Frank Bowling, Benjamin Cockett, Al Damidge, Marcia Scott

11 September - 17 Oktober 2020

Die neuen Ausstellungsräume von Bode Projects freuen sich die Ausstellung ‘London Abscape’ zu präsentieren. Die Ausstellung umfasst Freunde, Kollegen und Familie des einflussreichen Londoner Malers Frank Bowling. Die Künstler zeigen im Rahmen der Eröffnung der Berliner Galerie eine Selektion von Werken, die abstrakte Landschaften vermitteln und kraftvolle Synergien des internationalen Kunstraums eröffnen.

Frank Bowling OBE RA ist seit 1953 ein prägendes Mitglied der Londoner Kunstszene, der seine Werke international ausstellt. Seiner jüngsten Retrospektive in der Tate Britain zufolge, erreichte Frank Bowling erneut globale Anerkennung und hat seinen Status als einer der weltweit führenden abstrakten Maler bestätigt und ausgeweitet. 

 

Mit seinem Studio im südlichen London steht Frank Bowling im Zentrum einer Gruppe von Künstlern und Schriftstellern, von denen die Künstler in dieser Ausstellung eine Selektion repräsentieren. Tatsächlich hatten Marcia Scott und Al Damidge die einzigartige Möglichkeit in seinem Studio ausgebildet zu werden. Die beiden Künstler arbeiteten mit Frank Bowling zusammen an verschiedenen abstrakten Werken. Das Werk „Journey Along With Marcia Scott“ wurde für den Wollaston Prize an der London Royal Academy of Arts nominiert. Ein weiteres Werk „Collaboration with MS and Damidge“ wurde in der Hales Gallery London in 2017 gezeigt. Frank Bowling hat an einer Reihe von Marcia Scotts Leinwänden wie „R’s Favourite“ gearbeitet und teilweise Scotts Werke in seinen größeren Malereien integriert, wie u.a. in dem kürzlich entstandenen monumentalen Werk „Towards Cadmium Red Light“. Frank Bowlings Werk suggeriert eine Erweiterung von Farbe und Form; als poetische und ästhetische Kombination lebendiger, dynamischer Synergien für alle Künstler der Ausstellung.

 

Marcia Scott expliziert einen human-spirituellen Aufbruch in ihrem Werk „Meeting Of Minds“. In Anlehnung an Jackson Pollocks Drip-Paintings, arbeitet Scott mit einem vollen Spektrum an Emailfarben, welches an ihr fortlaufendes Thema des Regenbogens anknüpft; globale Transitionen treffen auf ein lebendiges Blau, in offener, kraftvoller Zusammenführung.

 

Al Damidge zeigt „Shimmer“, eine Studie über Licht und natürliche Geometrie in einem Fluss von pastelliger Farbe. Die Arbeit erinnert an die Reflexion von Licht auf dem Wasser, die Welle über einer purpurroten Stadt mit der Darstellung nächtlicher Idyllen. Damidge ist in der Ausstellung auch in der Gemeinschaftsarbeit „Looge“ vertreten, welche zusammen mit Marcia Scott entstand. Ein transparenter, grauer Himmel weicht einem unheilverkündenden kräftigem, roten Streifen, der zu einer Oberfläche aus glühenden, unberechenbaren Farben zyklisch zu steigen oder zu fallen vermag; dies suggeriert das Einschreiten kosmischer Eingebung und vereint das gemeinsame Schaffen der Künstler in der künstlerischen Produktion.

 

Benjamin Cockett teilt in seinem Werk „The Myth Of The Submarine II“ den Blick auf Verlust an Menschenleben und der Seeleute in Dekaden der Krise und des Kriegs. An der Küste Englands erblickte Benjamin Cockett eine Form, von der er glaubte, es handelte sich um ein sich schnell bewegendes Periskop; das Ereignis löste eine Auseinandersetzung mit der Authentizität von Erinnerung aus und lenkte seine Aufmerksamkeit auf die Erforschung des Unterbewussten. Damit knüpft er an das Vermächtnis der Nachkriegsmalerei Jackson Pollocks bis Gerhard Richter an. Benjamin Cockett lebt und arbeitet im südlichen Zentrum Londons und ist regelmäßiger Gast im Atelier von Frank Bowling und Marcia Scott. Cockett pflegt die Gespräche und Auseinandersetzung mit der abstrakten Malerei, während der Künstler in seinen semi-abstrakten Ölgemälden nach immer größer werdender Fluidität strebt.