Riley Holloways Werk stellt eine frische und dynamische Annäherung an die figurative Kunst dar. Durch die Kombination von Ölmalerei, Kohle- und Handzeichnung schafft der Künstler sowohl Tiefe als auch Unmittelbarkeit in seinen Porträts und erreicht so intime Übersetzungen seiner vielfältigen Themen. Indem er die "unfertigen" Aspekte des Werkes, wie die rohe Leinwand oder Spuren seines Prozesses wie Nagellöcher, aufgreift, betont der Künstler eine rohe und utilitaristische Qualität des Kunstwerks, während die Kohle und Zeichnung sowie der sanfte Pinselstrich des Künstlers von der Zerbrechlichkeit des Individuums zeugen.

 

Durch die kühne malerische Technik wird trotz der wilden Markierungen Weichheit vermittelt. Dadurch bilden die Werke ein verblüffendes Gleichgewicht von Rauheit und Intimität, sie sind sanft und doch stark. Seine Bilder werden oft von Texten und anderen persönlichen Referenzen sowohl des Künstlers als auch der Dargestellten begleitet. Diese geradlinige Vorgehensweise schafft Inhalte, die reich an Dramatik und Geschichte sind, und dennoch völlig wahrheitsgetreu zu ihren Sujets. 

 

"Meine Arbeit beginnt mit dem Individuum. Ich war schon immer ein Beobachter von Menschen, und ich begegne Menschen, die mich durch ihre Mode, ihre Persönlichkeit oder ihre Konversation inspirieren. Ich möchte Arbeiten schaffen, die reich an Geschichten sind (...) und die die Erzählung des Individuums in meine Arbeit einfließen lassen. Ich verwende traditionelle Zeichen- und Ölmaltechniken, um die Qualitäten jedes Einzelnen zu vermitteln“.

 

Riley Holloway wurde 1989 in Los Angeles geboren. Er entwickelte schon früh ein Interesse an der Kunst und lernte die Grundtechniken von seiner Mutter, selbst Künstlerin. Holloway besuchte das Art Institute of Dallas und die Kunstakademie in Florenz, wo er sich auf traditionelle Zeichen- und Ölmaltechniken konzentrierte. Nach seinem Künstleraufenthalt im Fairmont Hotel in Dallas hatte Holloway seine erste Einzelausstellung 2013, welche die Individuen zeigte, denen er während seines Aufenthaltes begegnet war. Das Werk "SHOOK!!!“ gewann für den Künstler eine politische Bedeutung. Mit Verweisen von Frederick Douglass und Mobb Deep fordern Holloways markanten Arbeiten den Betrachter auf, nicht mehr "zu Tode erschrocken zu sein und Angst zu haben, hinzusehen".